Home
305 Wave 468x60 Animated  
 
 
      Home Impressum    
Home

Mitglieder-Login
Nutzername: Passwort:

Produkte:

Premium-Account

"MoneyBrief"

Shop

Anwendung in Finanzprodukten

Kooperationen

Informationen:

Häufige Fragen - FAQs

User Manual

Literaturliste

Pressespiegel

Nutzungsbedingungen

Impressum - Rechtlicher Hinweis

Kontaktformular

Hintergrund:

Argumente für MoneyBee®

Was auf Ihrem PC geschieht

Bildschirmschoner

Distributed Computing

Künstliche neuronale Netze - KNN

Prognosen

Rechenleistung

Erklärung der Bildschirmschoner - Grafik

Technische Aktienanalyse

Fundamentalanalyse und Chartanalyse

Die Macher von MoneyBee

Preise und Partner

 
   
  21.08.2008
 
 

Bienenfleiß für Aktionäre

aus: com! online" 1/2001

Wenn Banken wissen wollen, wie sich Aktienkurse entwickeln, werfen sie ihre Großrechner an. Um deren Prognose-Kraft auch Privatanlegern zu bieten, vernetzt das MoneyBee-Projekt Tausende von normalen PCs via Internet.

Geld an der Börse gewinnt, wer rechtzeitig Aktien kauft oder verkauft; Geld verliert, wer den richtigen Zeitpunkt verpasst. Banken lassen deshalb für die Vorhersage von Kursentwicklungen millionenteure Großrechner arbeiten, um möglichst verlässliche Prognosen zu erhalten.

Privatanleger könnten da selbst mit dem neuesten Highend-PC nicht mithalten - außer sie würden die Rechenkraft ihrer Computer verbinden. Das ist die Idee hinter dem MoneyBee-Projekt der Mannheimer i42 GmbH, einer Internet-umspannenden Gemeinschaftsaktion: die teilnehmenden Nutzer steuern die Rechenleistung ihrer PCs bei und können dafür die so gewonnenen Prognosedaten nutzen.

Dabei stören die Berechnungen den Anwender nicht bei der Arbeit. MoneyBee arbeitet als Bildschirm-Schoner und wird nur dann aktiv, wenn der PC ohnehin nicht gebraucht wird. Jeder angeschlossene Rechner trainiert ein künstliches neuronales Netz. Die Netze sind aufgebaut wie ein System von Nervenzellen, verbunden mit "Nervenbahnen", die verschiedene Gewichtungen haben. Aus historischen Kursdaten erzeugen sie laufend Prognosen, die mit der realen Entwicklung verglichen werden. Liegt eine Vorhersage daneben, werden die eingesetzten Parameter und Methoden verändert.

Je besser das Netz trainiert ist, desto geringer fallen die Abweichungen von den realen Zahlen aus. Dem Netz werden alle ausgewählten historischen Daten dazu bis zu zigtausendmal gezeigt, damit es daraus lernen kann. Im Netz einer Aktie, etwa Daimler-Chrysler, können die Marktdaten von einer bis 20 Kursreihen zu Grunde liegen – etwa DAX, Euro-Kurs, BMW-Kurs oder auch der Daimler-Kurs selbst. Alle Kurse, die MoneyBee vorhersagt, werden mit unterschiedlichsten Daten und Konfigurationen der neuronalen Netze trainiert. Entscheidend ist: "Durch die Zusammenschaltung aller Nutzer in der zentralen Bienenstock-Datenbank bei i42 GmbH in Mannheim entsteht eines der ersten weltweit erreichbaren Netzwerke künstlicher Intelligenz – eine Art künstliches Gehirn im Internet", beschreibt i42-Geschäftsführer Till Mansmann das anspruchsvolle Konzept, das er gemeinsam mit dem Wirtschaftsinformatiker Andreas Bohn und dem Computer-Journalisten Hartmut Ulrich entwickelte.

Nachdem sich die drei beim Medien-Branchendienst "Kress-Report" kennen gelernt hatten, gründeten sie 1999 die i42 Informationsmanagement GmbH, Mannheim. Dort entwickelten sie die Moneybee-Idee weiter, die im Rahmen einer VWL-Diplomarbeit an der Uni Heidelberg entstand und mehrere Auszeichnungen erhielt. Um die Leistung einer Großrechneranlage zu erreichen, braucht MoneyBee nach Angaben Mansmanns ungefähr 17.000 Nutzer. Ausreichende Leistungsfähigkeit für gute Prognosen erreicht MoneyBee aber schon mit wenigen Hundert bis einigen Tausend Nutzern.

"Wir haben zwei Trefferquoten definiert. Die Tendenz-Trefferquote gibt an, ob das Vorzeichen der Kursänderung getroffen wurde. Die zufällige Verteilung liegt hier bei 50 Prozent, MoneyBee erreicht heute schon 60 Prozent", freut sich Till Mansmann. Wenn es um die Korridor-Treffer gehe, die aussagen, wie genau der Ausschlag der Kursbewegung getroffen wurde, müsse MoneyBee aber noch sehr zulegen: "Hier liegt MoneyBee mit 30 Prozent nur sehr knapp vor der Zufalsquote von 28,6 Prozent", gibt Mansmann zu. "Das ist sicher noch nicht die Welt, aber wir stehen bei der Optimierung noch ganz am Anfang", gibt er sich optimistisch.

Erschwert werden die Bemühungen durch die gegenwärtige Unruhe an den Aktienmärkten. "Die Schwankungsanfälligkeit der Kurse macht die Prognosen schwierig. Wenn sich der Markt beruhigt, werden wir einen Quantensprung bei den Treffern erleben", sagt Till Mansmann. Immer wenn aktuelle Ereignisse die Kurse bestimmen, ist die Prognosequalität eher schlecht.

Zwei Beispiele: Für den 28. September prognostizierte MoneyBee für Daimler-Chrysler +0,20 Prozent. Real waren es wegen einer Gewinnwarnung von Jürgen Schrempp -4,37. Eine andere Prognose stimmte dagegen: Für den 29. September sagte MoneyBee +0,49 voraus, real waren es +0,46 Prozent Kursgewinn. "Hier lag unser System genau richtig", freut sich Mansmann, der auch ein Beispiel für den Neuen Markt parat hat: Für den 13. Oktober prognostizierte MoneyBee für Nemax-Werte überall ein Minus, das auch meist eintrat, nur bei Ixos +10 Prozent. Tatsächlich waren es 14 Prozent Steigerung. Und für den Folgetag lag MoneyBee mit 10,42 gegenüber real 10,39 Prozent Plus wieder sehr gut.

Zurzeit erstellt MoneyBee 53 Vorhersagen: Ein-Tages-Prognosen für 28 der 30 Dax-Werte, 16 Werte aus dem Nemax50 sowie sieben Indices und zwei Währungen. Noch dieses Jahr soll die Leistung auf Wochenprognosen ausgebaut werden. Bald wird es auch eine Linux-Version geben sowie eine Variante, bei der MoneyBee nicht nur als Bildschirmschoner läuft, sondern auch schon, wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist. Wichtig bleibt: Die MoneyBee-Macher preisen ihr System nicht bereits als alleinige Entscheidungshilfe an: "Wir empfehlen unseren Nutzern, MoneyBee als Ergänzung zu anderen Marktdaten zu nutzen", meint Mansmann. Dennoch betont er: "MoneyBee ist auf der Analyse-Ebene das erste System, das mit Profi-Tools mithalten kann."

Die Chancen, dass MoneyBee die kritische Masse an Teilnehmern erreicht, stehen gut. Kurz nach dem Start machten bereits mehr als 2000 User mit.

Kasten: Was ist MoneyBee?
MoneyBee ist ein Bildschirmschoner, der via Web, Daten an eine zentrale Datenbank liefert und so Aktienprognosen mit Großrechner-Power ermöglicht. MoneyBee läuft unter Windows 95, 98, 2000 und NT sowie bald unter Linux, aber noch nicht mit Macintosh. Der Austausch eines Datenpakets dauert etwa 15 Sekunden. Wer einen günstigen Internet-Zugang hat und jede Woche eine Aufgabe zurücksendet, den kostet das knapp drei Pfennig monatlich. Mehr Infos und Software unter www.moneybee.de.

Kasten: Rechen-Power
Die Rechenleistung, die i42 mit MoneyBee erreichen will, ist gewaltig. Die Leistung eines Großrechners wird in Teraflops berechnet – das sind 1000 Millionen Fließkomma-Rechenoperationen pro Sekunde. Ab etwa 0,1 Teraflops wird von einem Großrechner gesprochen. Der größte deutsche Großrechner schafft ein Teraflop, der größte Rechner der Welt, der 100 Millionen Dollar teure ASCI White von IBM, hat rund 12,3 Teraflops zu bieten. Ein normaler PC bringt es dagegen auf etwa 0,0001 Teraflops. i42 schätzt, dass jeder Nutzer etwa ein Datenpaket pro Woche zurückliefert und dass sein PC dafür zehn Stunden gerechnet hat. 17 Nutzer würden demnach gemeinsam eine Arbeitsleistung einbringen, die einem ständig aktiven PC entspricht. Bei 1700 Nutzern wäre das bereits die Kapazität von 100 PCs.

Originalartikel ansehen

 
 
©2000-2006 i42 Informationsmanagement GmbH
i42 übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben