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  21.08.2008
 
 

Aktienkurse der Zukunft berechnen

"PC Welt.de" vom 5. September 2000

Wenn André Kostolany das noch erleben dürfte: Ein Computerprogramm, das Aktienkurse vorhersagen will. MoneyBee nennt sich die Entwicklung und basiert auf dem bereits bekannten Seti@Home-Konzept. Das heißt, viele Rechner werden gebündelt, um aus bekannten Aktien-Kennziffern Prognosen für die Zukunft zu erstellen.

Wahrscheinlich würde der alte Börsenfuchs weiterhin bei seinem Konzept bleiben: "Aktien kaufen, in die Apotheke gehen, Schlaftabletten besorgen, mehrere Jahre schlafen, aufwachen, Aktienkurse überprüfen, freuen!". Doch die Idee von MoneyBee hat durchaus seinen Reiz. Das 480 Kilobyte große Programm beinhaltet einen Bildschirmschoner, der in Arbeitspausen Berechnungen für MoneyBee durchführt.

Wie der Name schon vermuten lässt, beruht das Prinzip auf einem Bienenstock, das heißt je mehr Teilnehmer an dem Projekt teilnehmen, desto besser werden die Prognosen. Um an dem Projekt, als auch an den errechneten Vorhersagen teilnehmen zu können, muss man sich registrieren lassen.

Das Programm sendet die berechneten Aufgaben in Abständen an den Server von MoneyBee zurück, laut Angaben der Firma werden auch nur diese gesendet, sonst nichts. Auch Hacker sollen keine Chance haben, die Ergebnisse der Berechnungen zu verfälschen, da diese auf dem Server noch einmal geprüft werden. Wer mehrmals offensichtlich falsche Ergebnisse einliefert, wird gesperrt.

Ob die Vorhersagen tatsächlich irgendwann einmal stimmen sollten, bleibt abzuwarten. Aktienkurse überhaupt vorhersagen zu können, scheint relativ unwahrscheinlich. Oder nach Kostolany: "Ob Aktien steigen oder fallen, hängt letzlich nur davon ab, ob mehr dumme Menschen bereit sind, zu kaufen oder zu verkaufen." (PC-WELT, 05.09.2000, mp)

 
 
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